Dreihornchamäleon (Trioceros jacksonii xantholophus)

Steckbrief
Größe: 25-35 cm
Verbreitung: Östliche und südöstliche Hänge des Mount Kenya in Höhen bis 1.600 m NN.
Lebensraum: Primärwald, aber auch Sekundärlebensräume wie Plantagen, Felder oder gebüschreiches Gelände.
Lebensweise: Tagaktiv, typische chamäleonartige, langsame und ruckartige Bewegungsweise.
Ernährung: Verschiedene Wirbellose
Gefährdung/Schutz: Die Art gilt derzeit nicht als gefährdet (Least concern). Sie wird wie alle Chamäleons im Anhang II des Washingtoner Artenschutzvorkommens und im Anhang B der EU-Verordnung gelistet.
Literatur:
Asmus, M. (2018): Erfahrungs- und Haltungsbericht Trioceros jacksonii xantholophus. - Chamaeleo 47, 29 (1): 6-18.
Au, M. (2006): Chamaeleo (Trioceros) jacksoni (Boulenger, 1986) - ein beliebtes Hochlandchamäleon aus Ostafrika. - Chamaeleo 32: 25-34.
Böhle, A. (2006): Jacksons Dreihornchamäleon - Chamaeleo jacksonii. - Art für Art-Reihe NTV-Verlag, 64 S.
Dost, U. (2001): Chamäleons. - Ulmer-Verlag (Stuttgart), Datz - Terrarienbücher, 95 S.
Henkel, F. W. & S. Heinecke (1996): Chamäleons im Terrarium. - Landbuch-Verlag (Hannover), 2. Auflage, 158 S.
Necas, P. (2010): Chamäleons - Bunte Juwelen der Natur. - Edition Chimaira (Frankfurt a. M.), 366 S.
Eigene Erfahrungen
Im Dezember 2025 erhielt ich von einem bekannten Chamäleonzüchter ein Nachzuchtpärchen dieser größten Unterart von T. jacksonii. Die Nachzuchttiere stammen von unterschiedlichen Elterntieren, sind also nicht miteinander verwandt. Sie bezogen gemeinsam ein großes Schauterrarium im Wohnzimmer mit den Maßen 140x65x120 cm. Anfangs achtete ich genau darauf, ob sich eine innerartliche Agressivität oder Dominanzverhalten eines der Tiere gegenüber dem anderen zeigten, was eine Einzelhaltung notwendig gemacht hätte. Das junge Pärchen scheint bisher aber gut verträglich.
Die Einrichtung des Terrariums besteht aus verschiedenen lebenden Pflanzen, vor allem Ficus benjamini, der durch seine Struktur mit lichten und dichten Bereichen optimal für die Chamäleonhaltung geeignet ist. Zudem wurden zahlreiche Äste eingebracht, wobei sich Äste der Korkenzieher-Hasel aufgrund ihres Durchmessers und ihrer gewundenen Form besonders gut eignen. Der Bodengrund ist ca. 35 cm tief eingebracht und besteht aus einem Gemisch aus Erde und Laubwaldhumus, am Boden eine Blähtonschicht als Drainage. Die große Tiefe des Bodens ist für die Chamäleonhaltung nicht notwendig, dient aber in diesem Fall zusätzlich der Aufzucht von Käferlarven. Da T. jacksonii xantholophus über ein großes Trinkbedürfnis verfügt, wurden im Terrarium eine Tropftränke sowie eine Kleintiertränke installiert. Eine Beregnungsanlage spendet zusätzlich einmal täglich für eine Minute Wasser. Frontbereich und Deckel des Terrariums bestehen aus Aluminimugaze, sodass für eine ausreichende Luftzirkulation gesorgt ist. Beleuchtung wird mit zwei T5-Röhren (39 W) für die Grundbeleuchtung und einer HQI-Lampe (70 W) für Wärme und UV-Bestrahlung. Die Temperaturen schwanken dadurch tagsüber zwischen 21 und 25 °C, direkt unter den Lampen lokal wärmer, und nachts zwischen 18 und 20 °C. Da diese Unterart von T. jacksonii auch im Hügelland vorkommt, ist eine stärkere Nachtabsenkung nicht zwingend notwendig. Von Mai bis Oktober werden die Tiere in Gazeterrarien im Garten gehalten, wo die Temperaturen nachts auch entsprechend tiefer fallen.
Bisher wächst das Pärchen sehr gut, ist aufmerksam und agil. Futtertiere (z. B. Heimchen, Fleischfliegen, Wachsmottenlarven) werden direkt von der Pinzette genommen. Eine Wasseraufnahme über die Tränken konnte bisher nicht beobachtet werden.
Halbwüchsiges Weibchen von Trioceros jacksonii xantholophus.

Wohnzimmerterrarium zur Haltung eines Pärchens von T. j. xantholophus.
